Systematik
Die Samenpflanzen unterteilen sich in fünf verschiedene Abteilungen: Die ersten vier werden formell zu den Nacktsamern zusammengefasst, bilden aber, wie bereits erwähnt, keine natürliche Gruppe.
- Nacktsamer (Gymnospermae)
- Palmfarne (Cycadophyta)
- Ginkgopflanzen (Ginkgophyta)
- Nadelholzgewächse (Coniferophyta)
- Gnetophyta
- Bedecktsamer (Magnoliophyta, ehem. Angiospermae).
Siehe auch: Systematik des Pflanzenreiches.
Merkmale
Kennzeichnend für alle Samenpflanzen sind die Blüten und Samen. Die Blüten stellen zunächst eine Zusammenfassung von Sporangien tragenden Blättern dar (Fruchtblätter und Staubblätter). Die Nacktsamer werden in der Regel durch den Wind bestäubt. Bei ihnen sind die Staub- beziehungsweise Fruchtblätter oft zu Zapfen zusammengefasst. Die Bedecktsamer haben meist einen komplexeren Blütenbau: Um die Staubblätter herum beFinden sich Kronblätter, die häufig der Anlockung von Insekten oder anderen Tieren zwecks Bestäubung dienen. Kelchblätter schützen die Blüte, insbesondere vor dem Aufblühen, also als Knospe.
Fortpflanzung
Beide Gametophyten haben nur den halben Chromosomensatz des Sporophyten, sie sind haploid. Er bildet die Eizelle. Der Embryosack stellt den weiblichen Gametophyten dar. Der männliche Gametophyt wächst aus dem Pollenkorn (das den Sporen eines Farnes entspricht) als Pollenschlauch heraus, der durch den Griffel zum Embryosack wächst und dort die Eizelle befruchtet. Der Sporophyt ist die Pflanze, die gemeinhin als Baum, Strauch oder Kraut bekannt ist.Die Samenpflanzen durchlaufen einen Generationswechsel: Es wechseln sich - wie bei Farnen und Moosen Sporophyt und Gametophyt ab. Die Fortpflanzungsorgane beFinden sich in der Blüte. Dort werden in den Pollensäcken der Staubblätter die Pollenkörner erzeugt. In den Fruchtblättern bildet sich der Embryosack.
Bei den Bedecktsamern gelangt der Pollen erst auf die Narbe, zwischen Bestäubung und Befruchtung liegt also bei den diesen "moderneren" Samenpflanzen eine längere Zeit.Der Pollen wird bei den Nacktsamern direkt auf die Samenanlagen übertragen. Die Samenanlagen der Bedecktsamer sind besser geschützt und eine selbstbefruchtung wird erschwert.
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